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Ein Kurztrip von München aus über Exing in Niederbayern nach Freinberg in Österreich

Wetten, dass … Sie keinen der letzten beiden Orte kennen?

 

Umgebauter Getreideschober zur wunderschönen Übernachtungsmöglichkeit auf dem "Golfclub über den Dächern von Passau"

Umgebauter Getreideschober zur wunderschönen Übernachtungsmöglichkeit auf dem „Golfclub über den Dächern von Passau“ © 2015 by Beatrice Fischer-Stracke

Es ist keine Schande, wenn man die beiden Orte Exing und Freinberg nicht kennt, das sei mal vorausgeschickt. Denn beide sind klein und abseits der ausgetretenen Pfade. Aber Sie sollten sie kennenlernen …

Dieser Bericht über meinen Kurztrip zeigt Ihnen, was man in gut 2-3 Tagen alles erleben kann und sich damit auch ein bisschen Abstand vom Alltag holt.

Gut essen und trinken im Gasthof „Zum Alten Brauhaus“ in Exing, allein die Küche ist immer einen Besuch wert

Exing ist ein kleiner Ort im Vilstal unweit von Landau a.d. Isar. In einer landschaftlich sehr reizvollen Umgebung gelegen, ist Exing erstaunlicherweise auch ein sehr alter Ort. Bereits vor ca. 1100 Jahren wurde es urkundlich erstmals erwähnt.

Begonnen hat alles damit, dass ich eine Einladung des Vereins Metalheadz against Indignity e.V., bei dem ich seit gut einem Jahr Mitglied bin, bekommen habe. Schon im letzten Jahr fuhr ich also nach Exing. Dort fand das „Stadlfest“ des Vereins statt. Austragungsort war der Gasthof „Zum Alten Brauhaus“ mit großem Gelände und einem Stadl mit Bühne und Raum für etwa 250 Besucher. Hierzu schrieb ich einen Bericht Ein Kulturschock der besonderen Art. Für Nichtbayern: Stadl heißt so viel wie Scheune.

In diesem Jahr war also zum letzten Maiwochenende ein Grillfest des Metal-Vereins angesagt. Ich kam Samstag, am späteren Nachmittag an. Das Wetter spielte recht gut mit und man konnte wunderbar im Freien sitzen. Der Juniorchef Markus Flexeder, gleichzeitig Küchenchef, hat für die kulinarischen Höhepunkte gesorgt. Und gegrillt wurde bis weit nach Mitternacht, denn die Nachfrage nach den leckeren Koteletts, eigens hergestellten Bratwürsten, Putensteaks mit Salaten und Bärlauch-Brot wollte nicht abreißen.

Es wurde bis in den Morgen hinein gefeiert, gelacht und diskutiert und niemand störte sich daran. Deshalb finden hier auch Hochzeiten und andere Feierlichkeiten bis zu Konzerten statt, denn der Stadl bietet neben der urigen Athmosphäre und den kulinarischen Köstlichkeiten aus der Küche des alten Brauhauses auch die Möglichkeit, sich ungezwungen bis in die Morgenstunden zu unterhalten.

Sollte Sie der Weg durch Niederbayern nach Exing verschlagen, kann ich Ihnen nur empfehlen, im Alten Brauhaus Rast zu machen. Der Betrieb befindet sich seit 1915 in den Händen der Familie Flexeder. Die Küche unter der Leitung von Markus Flexeder, der zur Zeit seiner bestandenen Prüfung 2002 zum Küchenmeister mit Auszeichnung der wohl jüngste Küchenchef Deutschlands war, ist hervorragend. Und unter uns:  Er ähnelt verblüffend einer „propperen“ Werbeikone.

Jeden 1. Sonntag im Monat gibt es übrigens das Exinger Wildpfandl. Das Fleisch stammt aus dem eigenen Wildgehege. Und jeden letzten Sonntag im Monat gibt es den weit über den Umkreis hinaus bekannten Exinger Knödeltag mit Schweinekrustenbraten in Dunkelbiersoße, Sauerkraut und Semmelknödel. Daneben bietet die Küche neben einheimischen bayerischen Spezialitäten auch kulinarische Höhepunkte aus der Haute Cuisine.

Der Gasthof verfügt über 16 Zimmer für Übernachtungen  – vom Einzelzimmer zum Vierbettzimmer. Die Preise sind sehr moderat – von 35-100 Euro p.P. inkl. Frühstück.

Das Brauhaus ist auch eine zentrale Stelle für Tatendurstige, von der aus Sie nach Herzenslust Ausflüge, Radtouren oder Wanderungen unternehmen können. Entweder entlang der Vils oder der wenige Kilometer entfernten Isar. Der Bayerische Wald ist nur einen Katzensprung entfernt und auch Passau ist in bequem erreichbarer Nähe.

Der freundliche Familienbetrieb sorgt dafür, dass man sich gleich heimisch fühlt. Auch wenn man zu spät ins Bett gegangen ist und das morgendliche Frühstück nicht zeitgerecht wahrnehmen kann, wird für das leibliche Wohl gesorgt.

Die Bilder der Galerie wurden mir freundlicherweise von den Betreibern der Website zur Verfügung gestellt.

Die Wohlfühl-Therme oberhalb Bad Griesbach

Vom Alten Brauhaus führte mich dann sonntags der Weg nach Bad Griesbach-Therme , wo ich einen lieben Freund besuchte, der dort zur Reha war. Den Gast erwartet fast eine richtige Stadt mit mehreren großen Hotelklinikanlagen, Sport- und Fitness-Möglichkeiten, einfach alles, was das Herz begehrt, um gesund zu werden oder zu bleiben. Sauna, Salzgrotte, Hamam und Thermalbecken in der Wohlfühl-Therme sorgen für das ganz persönliche Wohlfühl-Erlebnis. Körper und Geist werden durch mehrere Restaurants, Cafés, Konzert- und Theaterangebote zufriedengestellt.

Die ganze Anlage liegt auf einem Hügel, von dem man einen wunderschönen weiten Blick ins Land hat. Der komplette Hügel ist allerdings unterirdisch ausgebaut und sorgt für genügend Parkplätze.

Nicht nur Kur- oder Rehagäste kommen hier auf ihre Kosten, auch wer sich einfach nur erholen möchte, sieht sich hier bestens aufgehoben. Bei Privatgästen sollte allerdings das nötige Kleingeld nicht fehlen. Die Bad Griesbach-Therme wird gehobenen Ansprüchen absolut gerecht.

Golfclub über den Dächern von Passau – der Club mit der besonderen Note

Knapp vierzig Kilometer weiter und man ist schon auf der österreichischen Seite. Die Strecke ist sehr hübsch, führt direkt von Bad Griesbach aus kommend über Schärding nach Österreich. Ganz nah dran an Passau fuhr ich durch gewundene Straßen immer knapp an der Grenze entlang. Diese merkt man erst richtig, wenn man, wie ich, falsch abbiegt und dann plötzlich kein deutsches Netz mehr hat und die Navi-App verstummt.

Ziel war ein Golfclub nahe Passau, nämlich der „Golfclub über den Dächern von Passau“.  Dieser wunderschön gelegene Golfclub und Freizeitpark kann rund 30 Übernachtungs-Gäste beherbergen. Das Interessante daran ist, dass die Zimmer nicht in irgendeinem Gebäude untergebracht sind, sondern sie sind verstreut über die ganze Anlage in restaurierten Getreideschobern oder kleinen Häuschen.

Jedes Haus ist individuell und immer anders. Wer gestresst ist und Ruhe braucht, ist hier am absolut richtigen Platz. Jedes Zimmer ist mit eigenen Malereien der Juniorchefin bestückt. Sehr reizvolle Werke, die farblich auf die Zimmer und Bettwäsche abgestimmt sind.

Wenn man den Golfplatz mit seinem Hauptgebäude erreicht, hat man den Eindruck, hier ist man am Ende der Welt angelangt. Als ich am nächsten Morgen eine lange Runde durch den umliegenden Wald machte, begegnete mir nicht ein einziger Mensch, lediglich auf der Bundesstraße kamen mir einige wenige Autos entgegen.

Später lief und fuhr ich die 9-Loch auf dem Golfplatz mit meinen Freunden mit. Die Anlage ist sehr schön und gepflegt, hügelig und abwechslungsreich. Und wie mir meine Freunde sagten, ist er ohne Stress zu bespielen, weil er nicht überlaufen ist und niemand ungeduldig hinter einem wartet.

Ich selbst habe noch nie einen Golfschläger in der Hand gehabt, wenn man von Minigolf absieht … Aber mein Eindruck ist, dass Golf eine sehr komplexe Sportart ist und nicht, wie ich immer gedacht habe, nur was für müde Rentner. Man legt sehr weite Strecken zurück und die Schläger haben ein ordentliches Gewicht. Dazu kommen die richtige Haltung, der richtige Schwung und dann der Abschlag. Ich muss an dieser Stelle den Golfspielern Abbitte tun.

Und jetzt die absolute Überraschung: Loch 7 ist von einem Turm aus zu bezwingen. Einzigartig in Europa ist, dass hier auch ein Turm als Abschlagsort eingesetzt wird, der Erlebnisturm. Schon die Anlage bietet einen herrlichen Rundumblick, aber vom Turm aus hat man natürlich noch eine bessere Sicht vor allem auf Passau.

Der Golfclub über den Dächern von Passau gehört zu dem Freizeitpark „Topfit“. Dieser beherbergt ein breites Sport- und Fitnessangebot wie Squash, Badmintonplätze, 2 Tennis-Hallenplätze mit Gummigranulatboden, Kletterhallen, Fitnessraum, Sauna u. a. Weiter gibt es, wie auch in Exing, ein großes Netz an Wander- Reit und Fahrradwegen.

Hier kann man nicht nur wunderbare Natur genießen, man kann auch trefflich Feste feiern und wird mit der österreichisch-bayerischen Küche aufs Beste verwöhnt. Ein reichhaltiges Frühstück mit Müsli, frischem Obst, verschiedenen Wurst- und Käsesorten, Ei sowie unterschiedlichen Brot- und Brötchenangeboten sorgen für einen guten Start in den Tag.

Die Zimmerpreise variieren hier von 25 – 35 Euro p. P. inkl. Frühstück. Wenn man bedenkt, dass jedes Zimmer individuell eingerichtet ist und man auch in ganz unterschiedlichen und urigen Häusern wohnen kann, ist der Preis wirklich unschlagbar.

Passau bildete das Schlusslicht des Kurztrips

Nach der ausgedehnten Golftour am Vormittag fuhr ich dann bei herrlichem Wetter und Cabriofeeling nach Passau und nahm mir 2 Stunden Zeit, die Innenstadt Passaus anzuschauen. Einige Jahre ist es her, dass ich in dieser sehr hübschen 3-Flüssestadt war.

Von der Kapuzinerstr. kommend, fand ich im Parkhaus an der Marienstraße einen Parkplatz. Und staunend stellte ich fest, dass man hier pro Stunde nur 0,30 Euro zahlt. In München zahlt man gut und gerne das Zehnfache.

Vom Parkhaus gibt es einen kleinen Weg, der ins Zentrum über den Inn führt. Von der Marienbrücke aus hat man einen wunderbaren Blick auf den Inn und das Stadtpanorama mit Stadttheater, Dom und Residenz. Passau zeigte sich von seiner schönsten Seite. Die alten Gassen sind geprägt von hübschen kleinen Lädchen, Cafés und jeder Menge Sehenswürdigkeiten.

 

Die Anlegestellen an der Donau waren überlaufen mit Touristen, die alle eine Schiffsfahrt unternehmen wollten. Hier nahm ich dann doch schnell den Weg zurück zum Altstadtkern. Nach einer kurzen Pause in einem Café am Residenzplatz besuchte ich noch den Dom und ging dann zurück zum Auto. Mit offenem Verdeck, Wind und Sonne auf der Haut, ging es zurück nach München.

Mein Tipp für einen Kurzurlaub: In 2 Tagen kann man wirklich viel erleben. Voraussetzung ist, dass man sich keinem Stress aussetzt. Dann können solche Tage sehr erholsam sein und vielfältige Eindrücke hinterlassen. Mir ist zumindest, als wäre ich eine Woche unterwegs gewesen … Ein Grund dafür ist sicher, dass die besuchten Örtlichkeiten von sehr unterschiedlicher Art waren, aber sowohl Das Alte Brauhaus in Exing als auch der Golfclub über den Dächern Passaus wirklich etwas ganz Besonderes sind.

2 Kommentare

1 Christian Häußler { 6. Juni 2015 um 22:57 Uhr}

Liebe Bea,
vielen Dank für den schönen Bericht, der Lust macht, auch mal einen kleinen Kurztrip in die nähere Umgebung zu unternehmen!
Warum denn in die Ferne schweifen, wenn wir so schöne Flecken in unserer Umgebung haben!
Wir sehen uns dann spätestens im „Alten Brauhaus“ in Exing… 😉
LG Chris

2 Beatrice { 6. Juni 2015 um 23:59 Uhr}

Ja Chris, das stimmt. Deshalb habe ich dies auch zum Anlass genommen, einen Bericht darüber zu schreiben.
Liebe Grüße
Beatrice

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