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Nepal und Tibet in der Oberpfalz

Spitze des StupaWer nepalesische und tibetanische Tempel oder die unglaubliche Artenvielfalt des Himalaya sehen will, muss sich nicht unbedingt ins Flugzeug setzen und um die halbe Erde fliegen. Es gibt einen zauberhaften Ort, angrenzend an Niederbayern, in Wiesent im Landkreis Regensburg. Der Schöpfer dieses überirdischen Erdenplätzchens ist Heri Wirth, der durch einen harten Schicksalsschlag auf diese Idee gekommen ist.

Die weltweit größte Sammlung an Himalayapflanzen

Wir waren an einem Sonntag Nachmittag an diesem Ort und waren einfach verzaubert. Meine Schwester und mein Schwager, die mir diese Anlage unbedingt zeigen wollten, waren schon mal hier. Auch ich war einfach hingerissen und deshalb möchte ich darüber berichten. Am Ende des Artikels habe ich eine Fotogalerie mit einigen interessanten Eindrücken.

Von Regensburg aus fährt man auf der A3 Richtung Passau und verlässt sie bei der Ausfahrt Wiesent. Dort wird man gut geführt zum Nepal-Himalaya-Pavillon. Ausreichend Parkplätze sind auch vorhanden. Wir waren eine gute Stunde vor der Öffnungszeit in Wiesent und nutzten die Zeit, um im Cafe-Restaurant Lintelo im alten Wiesenter Schloss einen wunderbaren Eisbecher zu genießen. Das Schloss wurde 1695 von Graf Rudolf von Lintelo erbaut. Die Jahreszahl kann man auch am Schlosseingang sehen. Im Schlossgelände befindet sich auch der Hudetz-Turm, in dem der Maler und Grafiker Karl Anton Hudetz mit seiner Frau von 1938 bis zu seinem Tod 1977 lebte.

Auf der sogenannten Martiniplatte, unterhalb des Bayerischen Waldes, hat Heri Wirth den Platz gefunden, auf dem er diese wunderschöne Garten- und Tempelanlage verwirklichen konnte. Auf 6,5 Hektar Land können mehr als 3.500 verschiedene Pflanzenarten bewundert werden. Der Besucher trifft hier zudem auf die weltweit größte Sammlung von Himalayapflanzen, die lt. Prospekt sonst nur in einer Höhe von 3000 m wachsen.

Eingebettet in die Natur trifft man überall auf Skulpturen, Götter- und Buddhadarstellungen aus Burma, Tibet und Nepal. Je nach Jahreszeit lassen die Blüten dieses Paradies in unterschiedlichen Farben erleuchten. Ein Teich mit einem imponierenden sitzenden Buddha, kleine Tempel mit vergoldeten Buddhastatuen oder ein japanisch inspirierter Garten mit einer großen kunstvoll geharkten Kiesfläche laden zur Rast und zum immer wiederkehrenden Staunen ein.

Von der expo 2000 nach Wiesent bei Regensburg

Über einen weiteren kleineren Teich, den große, farbenprächtige Kois bevölkern, kommt man trockenen Fußes durch Trittsteine ans andere Ufer. Von dort ist es nicht mehr weit zum großen Nepal-Himalaya-Pavillon. Er war ursprünglich Nepals Landesbeitrag zur expo 2000 in Hannover. Dort wurde er dann in seine Einzelteile zerlegt, nach Wiesent transportiert und originalgetreu wieder aufgebaut. Seit dem 15. Juli 2003 ist er für Besucher wieder zugänglich.

Dieser Pavillon vereint den runden buddhistischen Stupa und den quadratischen hinduistischen Tempel. Interessant dabei ist, dass der hinduistische Tempel aus 450 Tonnen Salholz besteht. Es gehört zu den härtesten und schwersten Hölzern und ist z.B. härter als Teakholz. Der Wiederaufbau dauerte 1 ½ Jahre und wurde von 28 nepalesischen Handwerkern bewerkstelligt.

Neu hinzugekommen ist in diesem Jahr ein neuer Bereich, der Chinagarten. Hier wurde die heimische Landschaft mit Waldpflanzen, mit japanischen und amerikanschen Waldstauden sowie einem Duft- und Kräutergarten angereichert. Eine Hänge- sowie eine steinerne Brücke, der Nachbau eines chinesischen Tee-Pavillons und ein großes Ehrentor vermitteln den Eindruck, man wäre mitten in China. Wie an anderer Stelle auch, sind auch innerhalb des Ehrentors Nachbildungen von alten Glocken zu sehen.

Ich möchte jetzt gar nicht mehr so viel schreiben, denn die Bilder erzählen genug. Es sind bleibende und faszinierende Eindrücke – nur leider waren so viele Menschen, dass man die wunderschöne Blütenvielfalt und die großartigen Kunstwerke nicht in Ruhe genießen konnte. Es wäre schon begrüßenswert, wenn die Öffnungszeiten etwas flexibler wären, damit die Besucher nicht so gehäuft auftreten müssten.

Erwähnenswert ist, dass alle Eintrittsgelder an die Stiftung „Wasser für die Welt“ gehen, die damit Wasserprojekte in der Dritten Welt finanziert.

Mit einem Klick auf folgenden Link erfahren Sie Preise und Öffnungszeiten

Hier meine Fotogalerie: [nggallery id=4]

2 Kommentare

1 Eva Maria M. { 27. Juni 2012 um 15:48 Uhr}

Hallo Beatrice,
habe in den letzten tagen mit Deiner Schwester gemailt, und von ihr auch den Link für euren interessanten Ausflug nach Wiesent zum Himalaya-Nepal-Park. Jetzt wo ich Deinen bericht gelesen habe, erinnere ich mich, dass im jahre 2000 die EXPO in Hannover stattfand. Das hatte ich vor langer Zeit, 1998, in Lissabon gesehen, das EXPO-Gelände für 2000 als Modell in einer grossen Glasvitrine, als ich selbst bei der EXPO in Lisboa war. jene war damals den Meeren und Ozeanen, und den darin befindlichen Lebewesen gewidmet. Was das Thema der EXPO 2000 in Hannover war, das habe ich vergessen.
Toll dass der Pavillon von damals in diesem von euch besuchten Parz in der Oberpfalz eine heimat gefunden hat. erstaunlich, dass man so viele Pflanzenarten hier in unseren Breiten kultivieren konnte, die sonst nur hoch oben im Himalaya gebirge wachsen. Sehr schöne Fotos. Liebe Grüße von Eva Maria aus Wien

2 Beatrice { 27. Juni 2012 um 17:41 Uhr}

Liebe Eva Maria,

danke für dein Feedback. Es ist wirklcih ein himmlisches Örtchen und wer in den Bayerischen Wald fährt, sollte sich das nicht entgehen lassen.

Das Gelände ist so schön angelegt und super gepflegt.

Liebe Grüße nach Wien
Beatrice

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