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Kleine Osterwanderung zum ältesten Gasthaus der Welt – der Gaststätte Röhrl in Eilsbrunn b. Regensburg

Eine rosa Wolke

Eine rosa Wolke

Entgegen dem Wetterbericht, der einige Tage vor Ostern genau für Ostersonntag und -montag schlechtes Wetter vorhersagte, weckte mich schon der Montag-Morgen mit strahlendblauem Himmel und fröhlichem Vogelgezwitscher. Ich war über Ostern zu meiner Schwester gefahren und sie und ihr Mann wollten mir einen wunderschönen Wanderweg zeigen. Dieser führt über einen Rundweg im Oberpfälzer Jura nach Eilsbrunn zum ältesten Gasthaus der Welt zurück durchs Tal der schwarzen Laber.

Vielen, die Urlaub in Bayern machen wollen, kann man den Oberpfälzer Jura wirklich empfehlen. Er bietet Nahrung für alle Sinne und Wanderer sowie Radfahrer kommen dabei ebenfalls voll auf ihre Kosten.

Wir fuhren also nach dem Ostermontags-Frühstück in Richtung Schönhofen, zugehörig der Marktgemeinde Nittendorf bei Regensburg. Dazu fährt man am besten entweder von Richtung Nürnberg oder von Richtung Regensburg über die A3, Ausfahrt Nittendorf, durch den Ort durch in Richtung Schönhofen, ca. 1 km entfernt.

Hier befindet wir uns schon mitten im Labertal. Wir parkten das Auto neben einem Sportplatz und gingen los in Richtung Naturfreundehaus. Dazu geht man von der Ortsmitte aus – hier befindet sich auch eine große Umgebungs-Anzeigetafel – die Alpinenstraße hoch. Der Weg wirkt, wie schon der Name sagt, wirklich leicht alpin, der Anstieg ist nicht ohne.

Traditioneller Eierbaum

Traditioneller Eierbaum

Er führt allerdings an sehr hübschen Häusern mit blühenden Bäumen, Sträuchern und leuchtenden Blumen vorbei und wenn man zurück blickt, hat man einen schönen Blick auf die Landschaft des Oberpfälzer Jura.

Man folgt einem blauen Rechteck auf weißem Grund, um den Höhenweg zu erreichen. Das Naturfreundehaus bildet den Abschluss des Ortes, von da geht es dann in leichtem Anstieg auf den gut ausgetretenen Wanderpfad. Allerdings dürfte er bei feuchtem Wetter nicht ungefährlich sein, da er dann bestimmt sehr rutschig werden müsste.

Durch die warmen und sonnigen Tage in den letzten Wochen ist die Natur schon sehr weit und viele Bäume haben ihre Blüten leider schon abgeworfen. Dennoch gibt es wunderschöne Frühlingseindrücke: Schlüsselblumen, blühende Walderdbeeren und Apfelbäume, der herrlich leuchtende Löwenzahn u.v.m. begleiten uns auf dem schönen Weg. Dazwischen lassen sich Felsen nicht von den Pflanzen vereinnahmen, machen sich kantig und störrisch bemerkbar.

12-SchlüsselblumeVerschiedene Weggabelungen weisen in verschiedene Richtungen, wir aber bleiben bei unserem blauen Rechteck und haben immer wieder wunderbare Aussichten aus verschiedensten Blickwinkeln. Sogar ein „Gipfelkreuz“ mit einem vergoldeten Christus leuchtet weithin. Überall sind Bänke und laden den müden oder einfach nur die Aussicht genießenden Wanderer ein.

Nach ca. 50 Minuten erreichen wir dann Eilsbrunn und sehen auch schon gleich den Biergarten der „ältesten Gaststätte der Welt“, der Gaststätte Röhrl. Dieser Titel wurde den Eigentümern vom Guiness Buch der Rekorde verliehen und wird erst durch Vorlage vieler staatlich anerkannte Dokumente verliehen.

Der Biergarten der Gaststätte Röhrl

Der Biergarten der Gaststätte Röhrl

Die traditionelle Gaststätte ist in Familienbetrieb und wie es der Zufall will, durften wir an einer sehr interessanten Führung durch die Räume im oberen Stockwerk teilhaben. Der Seniorchef selbst erklärte die Familienverhältnisse an Hand von alten Fotos und zeigte an Original-Geräten, wie man früher gearbeitet hat sowie einige Gastzimmer, die früher zur Übernachtung dienten. Heute gibt es leider kein Hotel mehr und auch die Brauerei wurde vor 40 Jahren stillgelegt. Das Bier, das man jetzt dort trinken kann, kommt aus Straubing von einer „verwandten“ Brauerei. Wenn Sie mal nach Eilsbrunn kommen, versäumen Sie auf gar keinen Fall, in dieser Gaststätte einzukehren und wenn möglich, nehmen Sie an einer Führung teil.

Der Baumbestand im Biergarten besteht aus uralten Eichen und Kastanien und verschafft eine urbayerische, gemütliche Athmosphäre. Dazu ein Bier, das hervorragend schmeckt und bestellen Sie sich ein Schäufele mit Kartoffelknödel. Ich habe noch nie eine so wunderbare Kruste gegessen. Wie man uns verriet, liegt das an einem alten Ofen, der noch mit Holz betrieben wird. Die Knödel sind selbst gemacht und die Soße ist so, wie sie bei einem richtigen Schweinebraten oder Schäufele sein soll, nämlich dünnflüssig und nicht eingedickt und aus einem Fertigprodukt hergestellt. Und die Bedienungen sind schnell, fleißig und sehr freundlich.

Der Ort selbst bietet keine besonderen Sehenswürdigkeiten, wir haben eine kleine Runde gedreht und haben uns dann auf den Rückweg gemacht. Dabei sind wir allerdings nicht mehr den Höhenweg gegangen, sondern haben links von der Straße den Fußweg genommen. Auch dieser Weg ist äußerst reizvoll und nachdem wir später die Straße überquert haben, geht es unterhalb der Jurafelsen an der Laber entlang zurück nach Schönhofen.

Im Nadelspitzweg in Schönhofen

Im Nadelspitzweg in Schönhofen

Nach einiger Zeit biegen wir in den Nadelspitzweg ein und kommen an pittoresken Häusern vorbei. Allerdings muss ich sagen, hätte ich gewissen Bedenken, darin zu wohnen, denn dahinter bauen sich Felsen wie hohle Zähne oder besser wie „Nadelspitzen“ auf. Daher rührt auch der Straßenname. Die Angst, dass da mal ein Felsbrocken herunterdonnert, wäre wohl mein ständiger Begleiter. Aber hübsch anzusehen ist es allemal.

FAZIT: keine große Wanderung machen, aber sich trotzdem nicht träge aufs Sofa setzen will, dem kann man diesen Weg bedenkenlos empfehlen. Er tut einfach gut. Probieren Sie’s mal aus.

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