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Trinkgeld im Ausland



Otto Reisen

Es ist doch immer wieder das Gleiche, man fährt ins Ausland, freut sich auf schönes Essen und im Restaurant weiß man dann immer nicht, wieviel Trinkgeld man geben soll und ob es überhaupt erwünscht ist. Denn nicht in jedem Land sind Trinkgelder gern gesehen.

Deshalb will ich diesem Thema „Trinkgeld im Ausland“ mal ein bisschen auf den Zahn fühlen und Ihnen hier eine kleine Übersicht verschaffen.

Da taucht vorher noch die Frage auf: Woher kommt der Ausdruck „Trinkgeld“? Aufgetaucht ist der Name wohl schon im 14. Jahrhundert. Lt. der Gesellschaft für deutsche Sprache gab es früher auch Varianten wie Trankgeld, Trunkgeld, außerdem kursierten zeitweise die Begriffe Botengeld bzw. Bade- und Biergeld. Im Französischen heißt es auch „Pourboire“, als wörtlich „für Trinken“. Heute benutzt man das Wort als Ausdruck für eine kleine Belohnung einer Dienstleistung und nicht mehr als Restgeld zum Vertrinken.

Trinkgelder gibt man vor allem dann, wenn man wirklich mit dem Service zufrieden war, sei es im Hotel, oder bei der Reiseführung, in der Bar oder im Taxi. Was üblich ist, können Sie nun aus der folgenden Liste ersehen:

Ägypten:
In Restaurants beträgt das Trinkgeld ca 5-10% des Rechnungsbetrages, in der Regel rundet man auf.
Bei Zimmerpersonal und Hotelkellner sind es ca. 2 LE pro Tag.
Auch Kofferboys, Taxifahrer, Busfahrer, und Museumswärter sollte man ein kleines Bakschisch geben.
Reiseführer und Schiffsbesatzung (bei Nilkreuzfahrt) erhalten ca. 6,- € pro Tag und dies möglichst im Umschlag. Meist wird das aber in einem Informationsgespräch vor oder am Ende der Reise vom Reiseführer angesagt.

Arabische Emirate:
Hier wird für alle Serviceleistungen ein Trinkgeld gegeben
In Hotels und Restaurant sind es ca. 10 – 15% Bedienungszuschlag, die häufig schon in der Rechnung enthalten sind.

Belgien:
In Restaurants, Taxis und Hotels sind die Trinkgelder zwar schon im Preis enthalten, es kann aber durchaus ein weiteres Extra-Trinkgeld gegeben werden, wenn der Service mehr als zufriedenstellend war. Im Theater und im Kino bekommt der Platzanweiser beim Kauf eines Programmheftes 50 Cent zusätzlich.

China:
Trinkgelder gibt es nicht und man muss sich auch keine Gedanken darüber machen. Und wenn ein Dienstleister einmal eine wirklich gute Arbeit gemacht hat, dann kauft man ihm oder ihr am besten eine Kleinigkeit als Geschenk. Darüber freut man sich auch in China, besonders wenn das Geschenk von einem Ausländer kommt. (www.forumchina.de)

Dänemark:
Hier ist Trinkgeld nicht angesagt und völlig unüblich.

Finnland:
In Suomi ist Trinkgeldgeben zwar nicht verpönt, aber doch eher unüblich. Lediglich Gepäckträger und Portiere erhalten in der Regel ein Trinkgeld. Eine übliche Summe ist ca. 1 Euro. (web.de)

Frankreich:
In Cafés und Restaurants zahlt man etwa 10-15 % extra. Man legt „Le pourboire“ einfach auf den Tisch. Hotelpagen und Zimmermädchen bekommen in der Regel kein Trinkgeld. Dem Taxifahrer gibt man üblicherweise 10% Prozent Aufschlag auf den Fahrpreis.

Griechenland:
In Restaurants gibt man üblicherweise 5-10% Prozent Trinkgeld, in einfachen Gasthäusern bzw. Tavernen sollte es nicht mehr als 1 Euro sein. Dem Zimmerpersonal im Hotel sollte man am Tag der Abreise möglichst persönlich ein kleines Trinkgeld überrreichen.
Auch Taxifahrer und Museumsführer erhalten eine Kleinigkeit.

Großbritannien und Irland:
In Restaurants ist ein „tip“ (englisch für „Trinkgeld“) von zehn bis fünfzehn Prozent üblich. In Irland geben sich die Kellner mit bis zu 10 Prozent zufrieden. Ist auf der Rechnung eine sogenannte „service charge“ verzeichnet, kann weniger Trinkgeld gegeben werden. Die klassischen englischen Pubs sind  trinkgeldfreie Zone. Das Trinkgeld für Kofferträger und Zimmermädchen sollte einen Euro pro Einsatz, beziehungsweise pro Tag betragen. Der Fahrpreis im Taxi wird entweder aufgerundet oder mit zehn Prozent Aufschlag versehen. (web.de)

Israel:
Hier sind ca. 10-15% des Rechnungsbetrages in Restaurant und Bar üblich.
Fremdenführern auf Rundreisen gibt man etwa 15,-€.

Island:
In den Rechnungen von Restaurants und Bars sind zwar die Trinkgelder enthalten, aber man ist nicht böse, wenn man noch ein Extra-Trinkgeld erhält.

Gutes Esses auf Tenerife

Gutes Essen auf Tenerife

Italien:
In Restaurant sind etwa 10% üblich. Zimmermädchen bekommen ca. 5 € die Woche. Ein Gepäckträger erwartet etwa 1-5 €, dies hängt vom Renommee des Hotels ab. Im Taxi kann man aufrunden, muss aber nicht.

Japan:
In Japan wird normalerweise kein Trinkgeld erwartet, es gilt oft sogar als unhöflich, denn guter Service ist selbstverständlich. Lieber dem Dienstleister ein kleine Geschenk offerieren. In den Touristenzentren kann es lt. N-TV allerdings inzwischen schon vorkommen, dass das Personal mit 10% des Rechnungsbetrags rechnet.

Karibik:
Hier variieren die Trinkgeld-Sätze von Region zu Region. Allgemein üblich sind etwa 10% im Restaurant, auch wenn verschiedentlich die Trinkgelder schon in Rechnung eingeschlossen sind. Auch Hotelpersonal und Taxifahrer erwarten Trinkgeld.

Österreich:
In Österreich sind im Restaurant 10-15% „Schmatt“ oder „Schmattes“ üblich, dasselbe gilt auch fürs Taxifahren. Kofferträger erhalten meist 1 € pro Gepäckstück und Zimmermädchen 1-2 € pro Tag.

Spanien und Portugal:
In Restaurants, Bars und Cafés sind zehn bis fünfzehn Prozent Trinkgeld üblich. Wie in Frankreich übergibt man es dem Personal nicht persönlich, sondern lässt das Trinkgeld auf dem Tisch liegen. Als unhöflich gilt, wer nur einzelne Cents hinterlässt. Ein Taxifahrer bekommt in der Regel den Betrag auf den vollen Euro aufgerundet.

Schweiz:
In der Schweiz ist das Trinkgeld normalerweise schon in der Rechnung enthalten, jedoch wird niemand weiteres Trinkgeld verschmähen.

Südsee:
Trinkgelder werden in der Südsee normalerweise nicht erwartet, das traditionelle Verständnis der Gastfreundschaft verbietet sogar die Annahme von Trinkgeldern. Ausnahme ist Französisch Polynesien, also Tahiti und Bora Bora. (www.urlaub-im-web.de)

Thailand:
In den meisten Restaurants wird auf der Rechnung bereits ein Trinkgeld von
zehn Prozent aufgeführt, aber wenn man mit dem Service zufrieden war, kann man ruhig fünf bis zehn Prozent Trinkgeld beziehungsweise 20-40 Baht zusätzlich geben. Das gilt übrigens auch weltweit.
Weniger als zehn Baht sollte man allerdings nie an Trinkgeld geben, da das in Thailand als Beleidigung empfunden wird.
Kofferträger sollten 20-40 Baht für jedes Gepäckstück und Zimmermädchen dieselbe Summe pro Tag erhalten. (www.urlaub-im-web.de)

Türkei:
Auch in der Türkei lässt man sein Trinkgeld im Restaurant auf dem Rechnungsteller oder dem Tisch liegen. Der Kofferträger bekommt 1 € pro Gepäckstück, das Zimmermädchen 1-2 € pro Tag. Bei Taxifahrten ist es üblich, den Fahrpreis auf einen vollen Betrag aufrunden.

USA und Kanada:
In den USA und Kanada besteht das Grundgehalt der Mitarbeiter aus Restaurants, Hotels und anderen Dienstleistungsbetrieben aus einem recht geringen Betrag, deshalb ist es hier quasi Pflicht, einen „tip“ von mind. 15% des Netto-Rechnungsbetrages zu geben, selbst bei ganz mieser Bedienung. Alles andere wäre eine Beleidigung. In gehobenen Etablissements werden 20% als Minimum erwartet.
Taxifahrer erhalten in der Regel 15 Prozent Trinkgeld. Im Hotel erwartet der Kofferträger 1-2 US-Dollar pro Gepäckstück und das Zimmermädchen 0,5 – 2 $ pro Tag.

So, damit beende ich meinen Ausflug in das Thema „Trinkgeld im Ausland“. Welche Erfahrung haben Sie im Ausland mit Trinkgeldern schon gehabt. Es würde mich freuen, wenn Sie hier unten einen Kommentar hinterlassen.

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