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Kurzreise: von München zum Bodensee und weiter zum Schwarzwald


lastminute.de

Im letzten Herbst, am 23. September um 10.30 Uhr, fuhren wir bei blauem Himmel mit unserem Auto Richtung Bodensee. Meine Frau besuchte ein Seminar von dem Internetmarketer Heiko Häusler und wir verbanden die Reise mit einem kleinen Aufenthalt am Bodensee, auch um in diesem Blog unsere Eindrücke zu hinterlassen. Die Fahrt ging reibungslos, obwohl die Autobahn immer noch nicht durchgehend gebaut ist, dies aber schon seit 15 Jahren in den verschiedenen Autokarten als geplant angegeben wird.

Abendstimmung am Bodensee

Abendstimmung am Bodensee

Je weiter wir Richtung Bodensee kamen, desto milchiger und dunstiger wurde der Himmel. Später sagte uns ein Einheimischer: „…ist im Herbst immer so am See“. An den Ufern sah man unendliche Obstspaliere, später, an Friedrichshafen vorbei dann zunehmend Weinanbauflächen.

Friedrichshafen war straßentechnisch gesehen die reinste Katastrophe: Umleitung um Umleitung, Stau um Stau. Hier müssen Logistikgenies am Werk gewesen sein. Wie später in der Gegend von Radolfzell, wo wiederholt „alle Richtungen“ angepriesen werden, aber nie eine bestimmte oder die, die man sucht.

Wir sind also am deutschen Ufer langgefahren von Lindau bis zum Seeende nach Radolfzell, wo wir einen Termin hatten. Natürlich gibt es auch am Straßenrand und den Dörfern entlang überall Obst und Obstler sowie Weine zu kaufen.

Beatrice hatte über das Internet ein Quartier im Hotel mit Gaststätte „Klosterhof Adler“ in Sipplingen gebucht.

Zunftzeichen vom Hotel Adler

Zunftzeichen vom Hotel Adler

Das Gebäude ist ein ehemaliges Franziskanerkloster, etwas höher und sehr ruhig gelegen mit bezauberndem Blick auf den Bodensee. Die Inneneinrichtung unseres Zimmers war eher bescheiden ausgestattet, aber sauber und mit Blick auf den See. Die Inhaberin (mit einem entzückenden, jungen und verspielten Hund) und die Bedienungen waren sehr freundlich, die Küche war landestypisch und ausgezeichnet. Auch das Frühstück war reichlich, mit allem, was dazugehört: frische Brötchen, Brot, Eier, verschiedene Zutaten,

Akiro-vom Adler-Sipplingen

Akiro-vom Adler-Sipplingen

um sich ein Müsli zu machen, Obst, Wurst, Käse, Marmelade etc.

Am nächsten Morgen trauten wir uns wieder nach Friedrichshafen, weil dort die „Interboot Friedrichshafen“ ihre Pforten geöffnet hatte. Zuvor besichtigten wir die Basilika Birnau, weil das ja auch auf dem Weg lag und schon ein „Muss“ ist, wenn man in der Nähe ist. Dieses wunderschöne Barockjuwel sollte man sich keinesfalls entgehen lassen, wenn man sich auf der deutschen Seite des Bodensees befindet.

Ansicht vom Richtung Bodensee

Ansicht der Basilika vom Richtung Bodensee

Detailansicht

Detailansicht

Wir verbrachten fast den ganzen Tag auf der Messe, fuhren mit einem Shuttle dann zum Messegelände am Hafen, wo man größere Boote besichtigen konnte. Dazu muss man sagen, dass – wohl durch die Konjunktur bedingt – die Messe hallen- und publikumsmäßig nicht ausgelastet war. Und es war keine einzige Yacht, die größer als 12 m war, zu sehen.

St. Blasien-Ortsansicht

St. Blasien-Ortsansicht

Am Freitag war dann Abfahrt von Sipplingen und Bodensee, es ging über Land – sehr schön und wohltuend – zum Waldhotel Sulzburg in der Nähe von Freiburg. Zwischendurch machten wir Halt in St. Blasien mit seiner eindrucksvollen Kuppelkirche. Die Rotunde im Inneren des Doms steht mit seinem strahlenden Weiß im Gegensatz zum Gestühl und der Orgel. Ursprünglich war es eine Benediktinerabtei, jetzt leben dort Jesuiten und betreuen riesigen Erziehungs- und Internatseinrichtungen. Den kleinen Innengang vorne links sollte man nicht verpassen; es befinden sich dort Portraits, Ölbilder à la Rembrandt und eine kleine Glocke, mit Holz anzuschlagen, wobei ein wundervoll runder Klang ertönt.

St. Blasien mit der eindrucksvollen Kuppel

St. Blasien mit der eindrucksvollen Kuppel

Das Innere von St. Blasien

Das Innere von St. Blasien

Die nächste Station kam unerwartet: wieder eine Klosteranlage mit sehr schöner, wohlproportionierter und liebevoll gepflegter Barockkirche, nämlich das Kloster St. Trudbert mit zwei Gästehäusern. Sie und das Kloster werden bewirtschaftet von den Schwestern vom heiligen Josef zu Saint Marc.

Nun war es aber nicht mehr weit zum 4-Sterne-Waldhotel „Bad Sulzburg“ . Das Örtchen Bad Sulzburg selbst ist sehr idyllisch mitten im Schwarzwald gelegen. Lassen Sie sich aber nicht verunsichern, Sie müssen durch den ganzen Ort durchfahren, denn das Hotel liegt wirklich und wahrhaftig am „Ende der Welt“. Das macht auch seinen Reiz aus.

Waldhotel-Neubau

Waldhotel-Neubau

Außer viel Fachwerk, gut ausgestatteten Tagungsräumen, einer hervorragenden Küche plus hervorragendem Frühstücksbuffet, hübschen Zimmern und Wald pur bietet das Hotel auch noch ein sehr schönes Schwimmbad und Wellness-Angebote aller Art für Frauen genauso wie für Männer. Wer Ruhe und Erholung sucht, ist hier bestens aufgehoben. Die schöne Stadt Freiburg ist auch nicht weit und auch in die Schweiz oder ins Elsaß gelangt man schnell.

Ja, nun ist unsere kleine Reise zum Bodensee und in den Schwarzwald bald wieder zu Ende. Nachhause sind wir über den Titisee gefahren, wo wir natürlich direkt in einem Cafe am See eine Kleinigkeit zu uns nahmen. Es war zwar merklich kühl geworden, trotzdem genossen wir die Sonnenstrahlen im Freien. Ja, und dann war Ende und es ging – diesmal ohne Umwege und Zwischenstopps – direkt wieder nach München.

Fazit: Eine Kurzreise von 3-4 Tagen kann den Eindruck erwecken, als wäre man 14 Tage unterwegs gewesen. Wir haben ohne Hetze wirklich viel gesehen und uns dabei auch noch erholt.

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