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Reizvoller Norden: Erholung finden an der Schlei

Wenn das Wort Ihnen nichts sagt, sind Sie wahrscheinlich bekennender Alpinist oder wasserscheu. Sollten Sie das ändern wollen oder müssen, fangen Sie nicht mit der Nordsee oder dem Atlantik an; auch das Mittelmeer hat seine Tücken. Beginnen Sie lieber mit der „Schlei“. Hier die Definition und Lagebeschreibung des „Informationsbüros für Touristik“, Schleswig am Dom, Plessenstr. 7, Tel. 04621-981616, Fax 04621-981619:
„Die Schlei ist eine flussartig verengte Förde der Ostsee. Als Nachlass der Eiszeit erinnert sie an die skandinavischen Fjorde, hat aber nur eine Tiefe bis 14 m und ist durch die flache Landschaft allseitig gut erreichbar. Sie ist 43 km lang und sehr unterschiedlich breit, an der Schmalstelle mur 100 m. Im frühen Mittelalter war die Schlei eine wichtige Handelsstraße, heute ist sie ein sehr beliebtes Segelrevier in landschaftlich wunderschöner Lage.“

Am einen Ende liegt Schleswig mit Schloss Gottorf und „Haithabu“, am anderen Ende die Mündung in die Ostsee. Dazwischen findet man alles, was zur Erholung beitragen kann: ein relativ ruhiges, mild gesalzenes Wasser mit grünen Ufern und Sandstränden, eine Fülle von Gasthäusern, Jugendherergen, Campingplätzen und Sehenswürdigkeiten sowie natürlich alle maritimen Einrichtungen.

Die Autobahn A7 und die B77 passieren im Westen Schleswig, die B 203 überquert die Schlei bei Kappeln und die Bundesbahn ist auch zweifach angebunden.

Das Dauer-Spezial der Bahn

Für Familien mit Kindern ist die Schlei ein ideales Revier. Aber auch Erwachsene, die an Landschaft, Kultur, Geschichte und Gastronomie interessiert sind, kommen voll auf ihre Kosten. Das Wikinger Museum „Haithabu“ mit seinen historischen Nachbauten (Eintritt 2008 nur Euro 4,00!) ist ein abslutes Muss, wenn man in der Gegend Urlaub macht. Wunderschöne Schmuckstücke und Bekleidungen kann man dort sehen und echte Menschen in der damaligen Tracht zeigen, wie die Wikinger gelebt haben. Ebenso interessant ist Schleswig, älteste Stadt des Nordens mit seinen malerischen Profanbauten und dem Dom St. Petri, Baubeginn um 1100.

Schifffahrt und Fähren über die Schlei gibt es genug und natürlich fehlen auch nicht die „Fährhäuser“ mit nicht nur, aber häufig landestypischem Angebot an Speisen und Getränken. Kostprobe aus dem „Köstlichen Kalender 2008“ des Alten Fährhaus Fahrdorf, z. B.:

Februar: „Fleederbeersupp – wie bi Oma – un achterran“ und „Schmorrippchen, gestovte Rüben, Petersilienkartoffeln“,
April: „Alles rund um den Hering“
Mai: „Maischolle“ vorweg „Maibowle“ oder
August: „Mehlbüdel mit Plumm, Swiensback un Sempsoß“ und „Groote Hans = Brotpudding mit hitte Kirschen“.
Na, wenn das nicht Appetit macht! Uns hat es dort jedenfalls geschmeckt.

Auch das Missunder Fährhaus in Brodersby hat mit der Qualität seiner Speisen (sehr gute Fischgerichte) und Getränke einen guten Eindruck hinterlassen.

Wir wollten an der Schlei aber nicht in einem Hotel übernachten, wir suchten uns eine Marina dafür aus, die Bungalows vermietete, nämlich die Schrader Marina in Borgwedel. Die Marina zu finden, war nicht ganz einfach, weil sie wirklich am „Ende der Welt“, d.h. direkt an der Schlei liegt und ganz so einfach, wie es in der Beschreibung stand, war es nicht, aber wir schafften es dann doch. Die Ferienbungalows sind voll eingerichtet mit 2 Schlafzimmern, Wohnzimmer, Küche, Bad und natürlich Fernseher, Terrasse, absolut ruhig gelegen und mit Blick auf die Schlei. Es ist wirklich genug Platz für ein Ehepaar mit 2 Kindern oder 2 Ehepaare, um 2-4 Wochen dort Urlaub zu machen. Abraten würden wir allerdings von den angebotenen kleinen Appartements, die sind wirklich nicht besonders attraktiv. Es gibt in dem Zimmer nur eine Schlafcouch, die man eben jeden Tag wieder aufbauen muss.

Mit einem Augenzwinkern möchten wir bemerken, dass Familien mit Kindern diese, um ihre Nerven zu schonen, auch in der angrenzenden Jugendherberge unterbringen können. Man nimmt dort aber auch, wie heute üblich, Erwachsene auf. Von der Werft wie auch von der Jugendherberge aus kann man im Sommer direkt in die Schlei springen.

Die Vorzüge des maritimen Klimas für Herz, Kreislauf und Atemwege setzen wir als bekannt voraus. Wir haben uns in den Tagen an der Schlei jedenfalls sehr wohl gefühlt. Man kann direkt von der Werft aus auch wunderschöne Spaziergänge direkt an der Schlei machen und muss Acht geben, dass man sich nicht verläuft.

Leider haben wir ausgerechnet bei dieser Reise beide unseren Fotoapparat vergessen, so dass wir hiervon keine Bilder zeigen können. Aber wer sich dafür interessiert, wird sicher im Internet fündig oder kann sich Prospekte von vorgenanntem Informationsbüro für Touristik schicken lassen.

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